Daß die Kontingente der Bündner an Fußvolk unter einem makedonischen Strategen stehen (zuerst Antigonos), ebenso die hellenischen Söldner zu Fuß (unter Menandros), während Bündner wie Söldner in den Schlachten nicht als besondere Korps von Hopliten und Peltasten erscheinen, läßt auf die Art, wie die Phalanx formiert wird, schließen: nämlich so, daß soundso viele Lochen (Bundesgenossen wie Söldner) Schwerbewaffnete je einer der sechs makedonischen Taxeis zugeordnet und von deren Strategen kommandiert werden; wahrscheinlich ist ebenso mit den Peltasten der Kontingente und der Söldner verfahren worden.

[Anmerkung 5 zu Seite 153]:

Das Schlachtfeld am Granikos ist durch eine Skizze, die H. Kiepert 1842 an Ort und Stelle aufgenommen hat, sichergestellt. Er fand dicht unterhalb der Stelle, wo der Weg vom Hellespont nach Brussa den Bigha-Tschai (Granikos) überschreitet, dessen altes Bett an der Abendseite einer Bodenschwellung, die sich gegen sechs Kilometer nordostwärts hinzieht und mit einem Steilrand von 10-13 Meter gegen den alten Flußlauf, der zu einem Sumpfsee (Edje-Gö) geworden ist, abfällt.

Die Zeit der Schlacht ist nicht genau zu bestimmen; Plutarch nennt (Cam. 19) den Thargelion als den Monat der Schlacht; er erzählt (Alex. 16), dem Könige sei geraten worden, die Schlacht zu verschieben, da es gegen den makedonischen Brauch sei, im Monat Daisios zu schlagen (ἐξάγειν τὴν στρατιάν), worauf Alexander befohlen habe, den Monat als den zweiten Artemisios zu bezeichnen. Daß der Artemisios der makedonische Schlachtmonat gewesen sei, ist sonst nicht überliefert; und die Gleichsetzung des attischen Thargelion mit dem makedonischen Daisios kann nur sehr bedingterweise für zutreffend gelten.

[Anmerkung 6 zu Seite 191]:

Die Alex. I2, 1 S. 235 geäußerte Vermutung, daß auch ein Koinon der ionischen Städte begründet worden, ist bereits durch zwei Inschriften bestätigt. In der einen, der sehr umfangreichen Urkunde, in der der König Antigonos (also zwischen 306-301) den Synoikismos von Lebedos und Theos anordnet, wird u. a. die Art, wie von ihnen gemeinsam die Feier der Panionien beschickt werden soll, bestimmt (Le Bas-Waddington II Nr. 86). Die andere (Arch. Zeit. 1872 S. 188) ist aus Smyrna, und ihr Anfang lautet: ἔδοξεν Ἰώνων τῷ κοινῷ τῶν τρισκαίδεκα πόλεων, ἐπειδὴ Ἱππόστρατος Ἱπποδάμου Μιλήσιος φίλος ὢν τοῦ βασιλέως Λυσιμάχου καὶ στρατηγὸς ἐπὶ τῶν πόλεων τῶν Ἰάδων κατασταθεὶς usw. Damit erhält die Angabe Strabos XIV S. 644, daß auf dem Isthmos zwischen Erythrai und Teos dem Alexander ein Hain geweiht sei καὶ ἀγὼν ἀπὸ τοῦ κοινοῦ Ἰώνων Ἀλεξάνδρεια καταγγέλλεται συντελούμενος ἐνταῦθα ihre volle Bedeutung.

[Anmerkung 7 zu Seite 207]:

Das Schlachtfeld von Issos ist in neuerer Zeit von Favre und Mandrot besucht und genauer als früher gezeichnet worden. Die Zeit der Schlacht ist nach Arrian II, 11, 10 der Maimakterion des Archonten Nikostratos, also etwa November 333.

[Anmerkung 8 zu Seite 242]: