[471] WW., 7, 71 f.; vgl. Sternbald, 194 f.
[472] Minor, Friedrich Schlegel, 2. Bd., 220. Vgl. Solger, 2. Bd., 502. Wackenroder ahnte „eine geheime Verwandtschaft der Künste“, in denen allenthalben dieselbe göttliche Flamme wehe. (Herzenserg., 78.) Sternbald glaubt auch, dass Musik, Poesie und Malerei sich oft die Hand bieten und ein und dasselbe auf ihren Wegen erreichen könnten. (Sternbald, 317; vgl. Phantasien, 91.) Der Roman soll nach Fr. Schlegel „gemischt sein aus Erzählung, Gesang und anderen Formen“. Erzählungen mit Gesang und Dramen mit Gesang werden von A.W. Schlegel in der Recension der Tieck’schen „Volksmärchen“ als möglich empfohlen. Die Vorbilder von Shakespeare und Calderon treten neben „Wilhelm Meister“ und bald begegnet uns eine lange Reihe von Erzählungen mit Gesang, Dramen mit Gesang und selbst Dramen mit Erzählung und Gesang zugleich. Noch in späten Jahren glaubt Tieck, dass die drei Hauptarten der Poesie „sich in allen Gattungen durchdringen können, wenn auch die eine immer die Basis bleiben muss“. (Einleitung zu Lenz, XXV; vgl. Schriften, 10, 251.)
[473] Vgl. Tiecks Bemerkung über Goethes „Egmont“ in der Einleitung zu Lenz, XXXV f. Zu erinnern wäre andererseits an „Faust“, 2. Theil.
[474] Minor, Friedrich Schlegel, 2. Bd., 220, 366 f.
[475] A.W. Schlegel, WW., 8, 24; vgl. Haym, 255, und Tieck, Schriften, 4, 361.
[476] Minor, Friedrich Schlegel, 2. Bd., 220.
[477] Ebd., 369. Vgl. Bernhardi, Archiv der Zeit, 1800, 460 f. Die Poesie des Krieges erörtert Novalis im „Ofterdingen“ (I, 111), und das Morgenland begegnet uns dort gleichfalls (I, 47 und 109).
[478] Schon früh nährte Tieck seine Neigung zum Sanften, Schäferlichen durch alte und neue Schäferdichtungen, vgl. Holtei, Dreihundert Briefe, 4, 41, 62. Die Schäferscene am Schluss der „Magelone“ ist „seiner Imagination angenehmer“ als die Spitalscene. „Phantasus“ in Schriften, 4, 358. Vgl. „Phantasien“ 16, und „Zerbino“, Schriften, 10, 245: „Sternbald“, 366 f.; „Octavian“, Schriften, 1, 6 ff.
[479] A.W. Schlegel, WW., 6, 162 f. Hier haben wir uns zu erinnern an alles, was Wackenroder, Fr. Schlegel, Schleiermacher, Novalis und Tieck über die Verwandtschaft von Religion und Poesie sagen. Vom Traum behauptet A.W. Schlegel, er sei „ein sehr poetisches Element und die Poesie, wohl eingedenk, daß sie selbst nur ein schöner Traum sey, hegt und pflegt ihn“. (Vorlesungen, ed. Minor, II, 72.) Über die Poesie des Aberglaubens und der Astrologie vgl. ebd. S. 61 f. und S. 73, und J. Paul, „Vorschule der Aesthetik“, V. Programm, § 24.
[480] A.W. Schlegel, WW., 6, 161 und 163; Bernhardi, Archiv der Zeit, 460. Die Naturtöne der Liebe, des Schmerzes und der Sehnsucht bewundert Tieck im „Faust“ (Schriften, 11, LXIII); vgl. „Phantasien“, 57, 58, 72. Florestans Worte im „Sternbald“, 283. „Poesie ist Gemüthserregungskunst“ sagt Novalis, II, 163. Über die Ahnung eine Bemerkung Tiecks in Einleitung zu Lenz, L.