Wenn die später Lebenden und darum Gescheiteren der alten Geschichte etwas abgewinnen können, so will Gower sie gern ihnen vorführen. Er erzählt nun die Vorgeschichte des Dramas und schließt:

„Was nun folgt, soll euer Aug’ erschaun,

Das mag entscheiden, ob ihr mir dürft traun.“

Seine nächste und noch andere Erzählungen schließt Gower mit dem Hinweis auf die auftretende Person:

„Hier kommt er selbst, nun schweigt....“[316]

Am Anfange von Tiecks „Genoveva“ tritt der heil. Bonifacius mit Schwert und Palmenzweige (Symbolen, wie sie der Dichter auf Märtyrerbildern sah) herein und beginnt mit ähnlicher Naivetät wie Gower:

„Ich bin der wack’re Bonifacius,

Der einst von Englands Ufern in die Wälder

Der Deutschen Christus’ heil’gen Glauben brachte.“[317]

Bonifacius schildert seine apostolische Thätigkeit. Wie an Gower, freute sich die Vorzeit auch an Bonifacius.