Handschrift
[Fußnoten]
[1] Gesammelte Schriften von J. M. R. Lenz, herausgegeben von L. Tieck. Berlin, bei Reimer 1828, 3 Theile. Das Trauerspiel das leidende Weib, hat Tieck fälschlich unter die Lenzischen Schriften gesetzt; es ist von Klinger, wie Gervinus (Neuere Geschichte der deutschen Nationalliteratur Th. I. S. 584) nachgewiesen hat.
[2] S. Salzmann’s Nekrolog von Moriz Engelhardt, Morgenblatt 1812. — Gelegentlich stehe hier, daß Göthe während seines Aufenthaltes in Straßburg, 1770 bis 1771 auf dem alten Fischmarkte, im Hause Nr. 80 wohnte. Die von Salzmann präsidirte Tischgesellschaft, bei den Jungfern Lauth, kam in der Krämergasse Nr. 13 zusammen.
[3] Das Andenken des Pfarrers Johann Jakob Brion und seiner von Göthe als Muster einer tüchtigen, einsichtsvollen und verständigen Hausfrau geschilderten Gattin, Maria Magdalena, geb. Schöll, steht noch immer in Sesenheim in Segen. Das alte Pfarrhaus ist seitdem abgerissen worden und hat einem größern, stattlichen Wohngebäude Platz gemacht. Die Jasminlaube, die seitdem auch verpflanzt worden ist, wird häufig von Reisenden, namentlich von Deutschen und Engländern, aufgesucht und geplündert. — Göthe’s damalige Vorliebe für Ossian war auch auf Friedericke übergegangen. Ich besitze den schon besprochenen Gesang: „Stern der dämmernden Nacht“, welchen er für Friedericke übersetzte, und sodann, sehr verändert, in den Werther aufnahm, von seiner Hand geschrieben und hin und wieder verbessert. Er folgt im Anhange. Die älteste Tochter, Marie Salome (bei Göthe Olivie), war an einen Pfarrer Marx in Meißenheim, bei Lahr, verheirathet; bei ihr starb Friedericke (November 1813) im 58. Lebensjahre. Der Bruder (Moses) starb 1817 als Pfarrer zu Barr. Die jüngste Schwester, zu Göthe’s Zeit ein kleines, munteres Mädchen, hieß Sophie; sie lebte eine Zeit lang mit Friedericke im Steinthale, wo beide eine Mädchenschule leiteten; später zog sie nach Niederbronn, wo sie im Dezember 1838 in hohem Alter starb. Sie war bis an ihr Ende heiter und sprach von Göthe nicht anders als mit Achtung; sie klagte ihn nie an und wußte nichts von einer förmlichen Verlobung zwischen ihm und ihrer Schwester. Sie wurde oft von Fremden besucht und war unter dem Namen „Täntele“ in Niederbronn und in der Umgegend bekannt und allgemein geschätzt. Die bis dahin ungedruckten Gedichte Göthe’s, die ich in Chamisso’s und Schwab’s Musenalmanach 1838 einrücken ließ, hatte ich von ihr erhalten; sie sind aber nicht eigenhändig von Göthe geschrieben.
[4] Strobel, hist. du Gymn. de Strasb. 1838. S. 159 u. 160.
[5] Gervinus, neuere Geschichte der poetischen Nationalliteratur der Deutschen. Th. I. S. 581 u. 584.
[6] Viele Beiträge der Gesellschaft wurden in den damals in Straßburg erscheinenden Bürgerfreund eingerückt, an welchem namentlich Blessig thätigen Antheil hatte.
[7] Dieser in der Erwinia 1839, S. 6 u. ff., mitgetheilte Aufsatz bildet die Grundlage der leider Fragment gebliebenen Novelle „Lenz“ meines verstorbenen Freundes Georg Büchner. Er trug sich schon in Straßburg lange Zeit mit dem Gedanken Lenz zum Helden einer Novelle zu machen, und ich gab ihm zu seinem Stoffe alles, was ich an Handschriften besaß. Das Fragment ist abgedruckt im Telegraphen 1839, Nummer 5 u. ff.
[8] Kaufmann aus Winterthur.