Albert.
Das wollen wir nicht ansehen, das ist schon verschmerzt.
Peter.
Wir wollen auch nicht zurückbleiben.
Breme. Ihr habt selbst einen hübschen Sohn und schönes Gut; dem könnt' ich meine Tochter geben. Ich bin nicht stolz, glaubt mir, ich bin nicht stolz. Ich will Euch gern meinen Schwäher heißen.
Peter.
Das Mamsellchen ist hübsch genug; nur ist sie schon zu vornehm erzogen.
Breme. Nicht vornehm, aber gescheit. Sie wird sich in jeden Stand zu finden wissen. Doch darüber lässt sich noch vieles reden. Lebt jetzt wohl, meine Freunde, lebt wohl!
Alle.
So lebt denn wohl!
Zweiter Aufzug
Erster Auftritt
(Vorzimmer der Gräfin. Sowohl im Fond als an den Seiten hängen adlige
Familienbilder in mannigfaltigen geistlichen und weltlichen Kostümen.)
Der Amtmann tritt herein, und indem er sich umsieht, ob niemand da ist, kommt Luise von der andern Seite.
Amtmann. Guten Morgen, Demoiselle! Sind Ihro Exzellenz zu sprechen? Kann ich meine untertänigste Devotion zu Füßen legen?