Friederike (das Wasser vom Hute abschwingend).
Der erste glückliche Morgen, den ich seit langer Zeit gehabt habe.
Baron.
Sie jagt mich nun schon vier Stunden im Felde herum.
Friederike.
Es war eine rechte Lust. Gleich nach Tische wollen wir wieder hinaus.
Gräfin.
Wenn du's so heftig treibst, wirst du es blad überdrüssig werden.
Friedericke. Geben Sie mir das Zeugnis, liebe Mama! Wie oft hab' ich mich aus Paris wieder nach unsern Revieren gesehnt. Die Opern, die Schauspiele, die Gesellschaften, die Gastereien, die Spaziergänge, was ist das alles gegen einen einzigen vergnügten Tag auf der Jagd, unter freiem Himmel, auf unsern Bergen, wo wir eingeboren und eingewohnt sind.—Wir müssen ehesten tags hetzen, Vetter.
Baron.
Sie werden noch warten müssen, die Frucht ist noch nicht aus dem Felde.
Friederike.
Was will das viel schaden? Es ist fast von gar keiner Bedeutung.
Sobald es ein bisschen auftrocknet, wollen wir hetzen.
Gräfin. Geh, zieh dich um! Ich vermute, dass wir zu Tische noch einen Gast haben, der sich nur kreuz Zeit bei uns aufhalten kann.
Baron.
Wird der Hofrat kommen?
Gräfin.
Er versprach mir, heute wenigstens auf ein Stündchen einzusprechen.
Er geht auf Kommission.