Sophie.
Das lindert meine Pein,
Von Einem wenigstens, von dir beklagt zu sein.
[Sie faßt ihn bei der Hand.]
Alcest, bei dieser Hand, der teuern Hand, beschwöre
Ich dich, behalte mir dein Herz gewogen!

Söller.
Höre,
Wie schön sie tut!

Sophie.
Dies Herz, das nur für dich gebrannt,
Weiß keinen andern Trost, als den von deiner Hand.

Alcest.
Ich kenne für dein Herz kein Mittel.

Söller.
Desto schlimmer!
Schlägt's nicht am Herzen an, so sieht das Frauenzimmer
Gern, daß man sonst kuriert.

Sophie, [die sich auf Alcestens Arm lehnt].
Mein Freund!

Söller [beängstigt].
Bald geht's zu weit!
[Zum Parterre.]
Es ist mein großes Glück, daß ihr da unten seid;
Da schämen sie sich noch.
[Alcest umarmt Sophien.]
Nein! Er wird zu verwegen!
Ich führ ihm gern an Kopf, hätt er nur keinen Degen.

Sophie [ängstlich].
Grausamer, laß mich gehn!

Söller [außer sich].
Verflucht! Wie sie sich ziert!
Grausamer! Laß mich gehn! Das ist kapituliert.
Pfui, schämen Sie sich doch! Die abgedroschne Leier,
Wenn's schon bergunter geht! Wer gibt mir einen Dreier
Für ihre Tugend?

Sophie.
Freund, noch diesen letzten Kuß,
Und dann leb wohl!