Eugenie.
Was kann ich wissen, welch ein Lohn dir wird,
Um deinen armen Zögling zu verderben.
Hofmeisterin.
Er wartet wohl am fremden Strande mein!
Das Segel schwillt und führt uns beide hin.
Eugenie.
Noch hat das Schiff in seine Kerker nicht
Mich aufgenommen. Sollt' ich willig gehen?
Hofmeisterin.
Und riefst du nicht das Volk zur Hilfe schon?
Es staunte nur dich an und schwieg und ging.
Eugenie.
Mit ungeheurer Not im Kampfe, schien
Ich dem gemeinen Blick des Wahnsinns Beute.
Doch sollst du mir mit Worten, mit Gewalt
Den mut'gen Schritt nach Hilfe nicht verkümmern.
Die Ersten dieser Stadt erheben sich
Aus ihren Häusern dem Gestadte zu,
Die Schiffe zu bewundern, die gereiht,
Uns unerwünscht das hohe Meer gewinnen.
Schon regt sich am Palast des Gouverneurs
Die Wache. Jener ist es, der die Stufen,
Von mehreren begleitet, niedersteigt.
Ich will ihn sprechen, ihm den Fall erzählen!
Und ist er wert, an meines Königs Platz
Den wichtigsten Geschäften vorzustehn,
So weist er mich nicht unerhört von hinnen.
Hofmeisterin.
Ich hindre dich an diesem Schritte nicht,
Doch nennst du keinen Namen, nur die Sache.
Eugenie.
Den Namen nicht, bis ich vertrauen darf.
Hofmeisterin.
Es ist ein edler junger Mann und wird,
Was er vermag, mit Anstand gern gewähren.
Zweiter Auftritt
Die Vorigen. Der Gouverneur. Adjutanten.
Eugenie.
Dir in den Weg zu treten, darf ich's wagen?
Wirst du der kühnen Fremden auch verzeihn?