Eugenie (die indes nach und nach zu sich gekommen ist und sich
aufgerichtet hat).
Was ist aus uns geworden?
Herzog.
Kenne mich
Nur erst!—Erkennst du mich?
Eugenie.
Mein Vater!
Herzog.
Ja!
Dein Vater, den mit diesen holden Tönen
Du aus den Armen der Verzweiflung rettest.
Eugenie.
Wer bracht' uns unter diese Bäume?
Herzog (dem der Wundarzt ein weißes Tuch gegeben).
Bleib
Gelassen, meine Tochter! Diese Stärkung,
Nimm sie mit Ruhe, mit Vertrauen an!
Eugenie (Sie nimmt dem Vater das Tuch ab, das er ihr vorgehalten,
und verbirgt ihr Gesicht darin. Dann steht sie schnell auf, indem
sie das Tuch vom Gesicht nimmt).
Da bin ich wieder!—Ja, nun weiß ich alles.
Dort oben hielt ich, dort vermaß ich mich
Herab zu reiten, grad' herab. Verzeih!
Nicht wahr, ich bin gestürzt? Vergibst du mir's?
Für tot hob man mich auf? Mein guter Vater!
Und wirst du die Verwegne lieben können,
Die solche bittre Schmerzen dir gebracht?
Herzog.
Zu wissen glaubt' ich, welch ein edler Schatz
In dir, o Tochter, mir beschieden ist;
Nun steigert mir gefürchteter Verlust
Des Glücks Empfindung ins Unendliche.
König (der sich bisher im Grunde mit dem Wundarzt und dem Grafen unterhalten, zu dem letzten). Entferne jedermann! Ich will sie sprechen.
Fünfter Auftritt
König. Herzog. Eugenie.