Welch ein lustiges Spiel! Es windet am Faden die Scheibe,
Die von der Hand entfloh, eilig sich wieder herauf!
Seht, so schein' ich Herz, bald dieser Schönen, bald jener
Zuzuwerfen; doch gleich kehrt es im Fluge zurück.
XCI.
O, wie achtet' ich sonst auf alle Zeiten des Jahres;
Grüßte den kommenden Lenz, sehnte dem Herbste mich nach!
Aber nun ist nicht Sommer noch Winter, seit mich Beglückten
Amors Fittig bedeckt, ewiger Frühling umschwebt.
XCII.
Sage, wie lebst du? Ich lebe! und wären hundert und hundert
Jahre dem Menschen gegönnt, wünscht' ich mir morgen, wie heut.
XCIII.
Götter, wie soll ich euch danken! Ihr habt mir Alles gegeben,
Was der Mensch sich erfleht; nur in der Regel fast nichts.
XCIV.
In der Dämmerung des Morgens den höchsten Gipfel erklimmen,
Frühe den Botes des Tags grüßen, dich, freundlichen Stern!
Ungeduldig die Blicke der Himmelsfürstinn erwarten,
Wonne des Jünglings, wie oft locktest du Nachts mich heraus!
Nun erscheint ihr mir, Boten des Tags, ihr himmlischen Augen
Meiner Geliebten, und stets kommt mir die Sonne zu früh.