Du erstaunest, und zeigst mir das Meer; es scheinet zu brennen.
Wie bewegt sich die Fluth flammend um's nächtliche Schiff!
Mich verwundert es nicht, das Meer gebar Aphroditen,
Und entsprang nicht aus ihr uns eine Flamme, der Sohn?

XCVI.

Glänzen sah ich das Meer, und blinken die liebliche Welle;
Frisch mit günstigem Wind zogen die Segel dahin.
Keine Sehnsucht fühlte mein Herz; es wendete rückwärts,
Nach dem Schnee des Gebirgs, bald sich der schmachtende Blick.
Südwärts liegen der Schätze, wie viel! Doch einer im Norden
Zieht, ein großer Magnet, unwiderstehlich zurück.

XCVII.

Ach! mein Mädchen verreis't! Sie steigt zu Schiffe! - Mein König,
Aeolus! mächtiger Fürst! halte die Stürme zurück!
Thörichter! ruft mir der Gott: befürchte nicht wüthende Stürme:
Fürchte den Hauch, wenn sanft Amor die Flügel bewegt!

XCVIII.

Arm und kleiderlos war, als ich sie geworben, das Mädchen;
Damals gefiel sie mir nackt, wie sie mir jetzt noch gefällt.

XCIX.

Oftmals hab' ich geirrt, und habe mich wieder gefunden,
Aber glücklicher nie; nun ist dies Mädchen mein Glück!
Ist auch dieses ein Irrthum, so schont mich, ihr klügeren Götter,
Und benehmt mir ihn erst drüben am kalten Gestad.

C.