Was vom Kristenthum gilt, gilt von den Stoikern, freyen
Menschen geziemet es nicht Krist oder Stoiker seyn.
CXVI.
Juden und Heiden hinaus! so duldet der christliche Schwärmer.
Christ und Heide verflucht! murmelt ein jüdischer Bart.
Mit den Christen an Spies und mit den Juden ins Feuer!
Singet ein türckisches Kind Christen und Juden zum Spott.
Welcher ist der klügste? Entscheide! Aber sind diese
Narren in deinem Palast, Gottheit, so geh ich vorbey.
CXVII.
Höllengespenster seyd ihr und keine Christen ihr Schreyer
Die ihr den lieblichen Schlaf mir von den Augen verscheucht.
Warum macht der Pfaffe soviele tausend Gebärden
Und verscheuchet euch nicht wieder zur Hölle zurück?
CXVIII.
Wenn ein verständiger Koch ein artig Gastmal bereitet,
Mischt er unter die Kost vieles und vieles zugleich.
So genießet auch ihr dieß Büchlein und kaum unterscheidet
Alles ihr was ihr genießt. Nun es bekomm euch nur wohl.
CXIX.
Sagt, wem geb' ich dieß Büchlein? Der Fürstin die mirs gegeben,
Die uns Italien noch jetzt in Germanien schafft.