G u t e n schreibt er, das glaub ich, die Menschen müssen wohl gut seyn
Die das alberne Zeug lesen und glauben an ihn.
W e i s e n denckt er zu schreiben, die Weisen mag ich nicht kennen:
Ist das Weisheit, bey Gott, bin ich mit Freuden ein Thor.

CXI.

Dich betrügt der Staatsmann, der Pfaffe, der Lehrer der Sitten,
Und dieß Kleeblatt wie tief betest du Pöbel es an.
Leider läßt sich noch kaum was rechtes denken und sagen
Das nicht grimmig den Staat, Götter und Sitten verlezt.

CXII.

Was auch Helden gethan, was Kluge gelehrt, es verachtet's
Wähnender christlicher Stolz neben den Wundern des Herrn.
Und doch schmückt er sich selbst und seinen nackten Erlöser
Mit dem besten heraus was uns der Heide verlies.
So versammelt der Pfaffe die edlen leuchtenden Kerzen
Um das gestempelte Brod das er zum Gott sich geweiht.

CXIII.

Viele folgten dir gläubig und haben des irdischen Lebens
Rechte Wege verfehlt, wie es dir selber erging.
Folgen mag ich dir nicht; ich möchte dem Ende der Tage
Als ein vernünftiger Mann, als ein vergnügter mich nahn.
Heute gehorch ich dir doch und wähle den Pfad ins Gebirge,
Dießmal schwärmst du wohl nicht, König der Juden leb wohl.

CXIV.

Offen steht das Grab! Welch herrlich Wunder!
Auferstanden! - Wer's glaubt! Schelmen, ihr trugt ihn ja weg.

CXV.