Heraus mit dem Theile des Herrn! heraus mit dem Theile des Gottes!
Rief ein unglücklich Geschöpf blind für hysterischer Wuth,
Als, die heiligen Reste Gründonnerstag Abends zu zeigen,
In Sanct Markus ein Schelm über der Bühne sich wies.
Armes Mädchen was soll dir ein Theil des gekreuzigten Gottes?
Rufe den heilsamern Theil jenes von Lampsacus her.
CVI.
Wundern kann es mich nicht daß unser Herr Christus mit <Dirnen>
Gern und mit Sündern gelebt, gehts mir doch eben auch so.
CVII.
"Warum willst du den Christen des Glaubens selige Wonne
Grausam rauben?" Nicht ich, niemand vermag es zu thun.
Steht doch deutlich geschrieben: die Heyden toben vergeblich.
Seht, ich erfülle die Schrift, lest und erbaut euch an mir.
CVIII.
Krebse mit nacktem Hintern, die leere Muscheln sich suchten,
Sie bewohnen und sie wähnen ihr eigenes Haus,
Sind mir seltne Geschöpfe, sie sind so klug als bedürftig;
Manches kam mir in Sinn, als ich am Ufer sie sah.
Christ und Mensch ist eins! Sagt Lavater! Richtig! Die Christen
Decken die nackende Schaam weislich mit Menschenvernunft.
CIX.
In ein Puppenspiel hatt' ich mich Knabe verliebet,
Lange zog es mich an biß ich es endlich zerschlug.
So griff Lavater iung nach der gekreuzigten Puppe.
Herz' er betrogen sie noch wenn ihm der Athem entgeht!