Wie sie klingeln, die Pfaffen! Wie angelegen sie's machen,
Daß man komme, nur ja plappre, wie gestern so heut!
Scheltet mir nicht die Pfaffen: sie kennen des Menschen Bedürfniß!
Denn wie ist er beglückt, plappert er morgen wie heut!

XII.

Mache der Schwärmer sich Schüler, wie Sand am Meere - der Sand ist
Sand, die Perle sey mein, du, o vernünftiger Freund!

XIII.

Süß den sprossenden Klee mit weichlichen Füßen im Frühling,
Und die Wolle des Lamms tasten mit zärtlicher Hand;
Süß voll Blüthen zu sehn die neulebendigen Zweige,
Dann das grünende Laub locken mit sehnendem Blick.
Aber süßer, mit Blumen dem Busen der Schäferinn schmeicheln;
Und dies vielfache Glück läßt mich entbehren der May.

XIV.

Diesem Ambos vergleich' ich das Land, den Hammer dem Herrscher:
Unter dem Volke das Blech, das in der Mitte sich krümmt.
Wehe dem armen Blech! wenn nur willkürliche Schläge
Ungewiß treffen, und nie fertig der Kessel erscheint.

XV.

Schüler macht sich der Schwärmer genug, und rühret die Menge,
Wenn der vernünftige Mann einzelne Liebende zählt.
Wunderthätige Bilder sind meist nur schlechte Gemählde:
Werke des Geist's und der Kunst sind für den Pöbel nicht da.

XVI.