Gruß

O wie selig ward mir!
Im Lande wandl ich,
Wo Hudhud über den Weg läuft.
Des alten Meeres Muscheln
Im Stein sucht ich, die versteinten;
Hudhud lief einher,
Die Krone entfaltend,
Stolzierte, neckischer Art,
über das Tote scherzend
Der Lebendge.
"Hudhud", sagt ich, "fürwahr!
Ein schöner Vogel bist du.
Eile doch, Wiedehopf!
Eile, der Geliebten
Zu verkünden, daß ich ihr
Ewig angehöre.
Hast du doch auch
Zwischen Salomo
Und Sabas Königin
Ehemals den Kuppler gemacht!"

Ergebung

"Du vergehst und bist so freundlich,
Verzehrst dich und singst so schön?"

Dichter

Die Liebe behandelt mich feindlich!
Da will ich gern gestehn:
Ich singe mit schwerem Herzen.
Sieh doch einmal die Kerzen!
Sie leuchten, indem sie vergehn.

Eine Stelle sucht der Liebe Schmerz,
Wo es recht wüst und einsam wäre;
Da fand er denn mein ödes Herz
Und nistete sich in das leere.

Unvermeidlich

Wer kann gebieten den Vögeln,
Still zu sein auf der Flur?
Und wer verbieten zu zappeln
Den Schafen unter der Schur?

Stell ich mich wohl ungebärdig,
Wenn mir die Wolle kraust?
Nein! die Ungebärden entzwingt mir
Der Scherer, der mich zerzaust.