Denn er lobt wohl das Geringe,
Schilt auch, wo er sollte loben:
Aber bleibst du guter Dinge,
Wird er dich zuletzt erproben.
Und so haltet's auch, ihr Hohen,
Gegen Gott wie der Geringe:
Tut und leidet, wie sich's findet,
Bleibt nur immer guter Dinge!
An Schah Sedschan und seinesgleichen
Durch allen Schall und Klang
Der Transoxanen
Erkühnt sich unser Sang
Auf deine Bahnen!
Uns ist für garnichts bang,
In dir lebendig,
Dein Leben daure lang,
Dein Reich beständig!
Höchste Gunst
Ungezähmt, so wie ich war,
Hab ich einen Herrn gefunden
Und, gezähmt nach manchem Jahr,
Eine Herrin auch gefunden.
Da sie Prüfung nicht gespart,
Haben sie mich treu gefunden
Und mit Sorgfalt mich bewahrt
Als den Schatz, den sie gefunden.
Niemand diente zweien Herrn,
Der dabei sein Glück gefunden:
Herr und Herrin sehn es gern,
Daß sie beide mich gefunden,
Und mir leuchtet Glück und Stern,
Da ich beide sie gefunden.
Ferdusi spricht
O Welt! wie schamlos und boshaft du bist!
Du nährst und erzieltest und tötest zugleich.
Nur wer von Allah begünstigt ist,
Der nährt sich, erzieht sich, lebendig und reich.
Was heißt denn Reichtum?