Soll man dich nicht auf's schmählichste berauben,
Verbirg dein Gold, dein Weggehn, deinen Glauben!
Wie kommt's, daß man an jedem Orte
So viel Gutes, so viel Dummes hört?
Die Jüngsten wiederholen der ältesten Worte
Und glauben, daß es ihnen angehört.
Laß dich nur in keiner Zeit
Zum Widerspruch verleiten!
Weise fallen in Unwissenheit,
Wenn sie mit Unwissenden streiten.
"Warum ist Wahrheit fern und weit?
Birgt sich hinab in tiefste Gründe?"
Niemand versteht zur rechten Zeit!—
Wenn man zur rechten Zeit verstünde,
So wäre Wahrheit nah und breit
Und wäre lieblich und gelinde.
Was willst du untersuchen,
Wohin die Milde fließt!
Ins Wasser wirf deine Kuchen;
Wer weiß, wer sie genießt!
Als ich einmal eine Spinne erschlagen,
Dacht ich, ob ich das wohl gesollt?
Hat Gott ihr doch wie mir gewollt
Einen Anteil an diesen Tagen!
"Dunkel ist die Nacht, bei Gott ist Licht."
Warum hat er uns nicht auch so zugericht?
Welch eine bunte Gemeinde!
An Gottes Tisch sitzen Freund und Feinde.
Ihr nennt mich einen kargen Mann;
Gebt mir, was ich verprassen kann!
Soll ich dir die Gegend zeigen,
Mußt du erst das Dach besteigen.