Als er aber doch endlich kam und eine goldene Sonne über die Herbsthöhen leuchtete, und es mit dem Rico oben unter den Tannen ankam, und der glitzernde See vor ihnen lag, da kam eine solche Freude über das Stineli, daß es rings im Moos herumhüpfen und jauchzen mußte; und dann setzte es sich auf den äußersten Rand am Abhang, daß es alles sehen konnte, die sonnigen Höhen und den See und weit hinüber den blauen Himmel.

Nun rief es: »Komm, Rico, da wollen wir singen, lang, lang!«

Da setzte sich der Rico neben das Stineli hin und machte seine Geige zurecht, denn die war mitgekommen.

Nun fing er an und die Kinder sangen:

»Ihr Schäflein hinunter
Von sonniger Höh’« –

alle Verse durch, aber Stineli hatte noch lange nicht genug.

»Wir wollen immer weiter singen«, sagte es und sang weiter:

»Ihr Schäflein hinüber
Auf die lustige Höh',
Die Sonne steht drüber
Und der Wind geht am See.«

Und nun sang der Rico den Vers auch mit und freute sich und sagte:

»Sing noch weiter!«