"Nein, aber so etwas Ähnliches."
"Wer hat dir's gegeben?"
"Gegeben? Niemand, ich hab es selbst gefunden."
"Dann gehört es aber nicht dir, Jörgli."
"Warum nicht? Ich habe es niemand genommen, ich wäre fast mit dem Fuß darauf getreten, dann wär's doch zerbrochen. Ich kann es ebenso gut behalten."
"Wo hast du's gefunden?"
"Unten beim Badehaus, gestern abend."
"Dann hat es jemand aus dem Haus unten verloren. Du mußt es dem Wirt sagen, und wenn du's nicht tust, so tue ich's heute Abend."
"Nein, nein, Moni, tue nur das nicht", sagte Jörgli jetzt bittend, "sieh, ich will dir zeigen, was es ist. Und ich will es in einen von den Wirtshäusern an ein Zimmermädchen verkaufen, sie muß mir aber vier Franken geben, dann geb ich dir auch einen oder zwei, und dann weiß ja niemand etwas davon."
"Ich will nichts! Ich will nichts!" unterbrach ihn Moni heftig, "und der liebe Gott hat alles gehört, was du gesagt hast."