(“Befiehl du deine Wege,
Und was dein Herze kränkt,
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt.)

(Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Wo dein Fuß gehen kann.”)

Von diesem Tag an war und blieb das allerglücklichste Haus im ganzen Dorf und im ganzen Land das Häuschen des Schreiners Andres mit dem sonnigen Nelkengarten. Wo seither das Wiseli sich blicken ließ, da waren alle Leute so freundlich mit ihm, daß es nur staunen mußte. Denn vorher hatten sie es nie beachtet, und der Onkel und die Tante gingen nie am Haus vorbei, ohne schnell hereinzukommen, ihm die Hand zu geben und zu sagen, es solle auch zu ihnen kommen.

Über diese Wendung war das Wiseli froh, denn es hatte immer heimlich Angst gehabt beim Gedanken, was der Onkel zu allem sagen werde. So war Wiseli von aller Furcht befreit und war fröhlich. Im stillen aber dachte es: Der Otto und seine Familie waren gut mit mir, als es mir schlechtging und ich niemanden mehr auf der Welt hatte. Aber die anderen Leute sind erst freundlich mit mir geworden, seit es mir gutgeht und ich einen Vater habe. Ich weiß ganz gut, wer es am besten mit mir meint.

Ende dieses Projekt Gutenber Etextes Wie Wiselis Weg gefunden wird
Erzählung von Johanna Spyri.