An mancherlei Ehrungen hat es dem großen Künstler nicht gefehlt. Der alte Kaiser Wilhelm I. setzte ihm 1876 einen Ehrensold aus von jährlich Mk. 3000. Die Stadt Dresden ernannte ihn zum Ehrenbürger. Am 80. Geburtstag wurden ihm zahllose Liebes- und Ehrenbezeugungen von allen Seiten, darunter auch ein glänzender Ordensstern von seinem sächsischen Landesherrn, zu Teil.
Er blieb der schlichte bescheidene Mann, der er immer gewesen. Bevor er sich früh an den Arbeitstisch setzte, las er den Seinen den Morgensegen. Ein bequemer brauner Hauspelz war sein täglich Kleid. Enkel und Urenkel hat er gesehen und fröhlich mit ihnen gescherzt. Am 19. Juni 1884 beschloß er sein reiches gesegnetes Leben in seiner Vaterstadt Dresden. Sie hat ihn im Denkmal verewigt auf der berühmten Brühlschen Terrasse, freundlichen, sinnenden Blickes schaut der Meister in die Ferne, das Skizzenbuch bereit auf seinem Schoß; um den Sockel aber spielen Eidechse und Farrenkraut. Er selbst hat gern unter sein Bild, unter den gütigen, geist- und gemütvollen, von weißem Haar umwallten Kopf, die Worte gesetzt:
»Große Gedanken und ein reines Herz, das ist's was wir uns von Gott erbitten sollten.«
Und wir setzen dazu:
»Selig sind die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.«
Anmerkungen zur Transkription