Und in mir hab ich jetzt den Trost einer unerhörten Selbstschätzung.

Meine Poren saugen die himmlische Glut ein, und wie sie durch mein Blut schauert, weiht sie jetzt mich, mich zu dem Helden, der da ist und kommen soll.

Siegfried bin ich und schlage einen mächtigen alten Lindwurm tot.

Vor mir, in mir krümmt und schlingt und windet er sich mit tausend klammernden Schwänzen und klaffenden Rachen, gebannt, gebannt von meinen lachenden Blicken.

Und wie er sich auch feige windet mit unzähligen schlauen Listen, mir beizukommen: mir bleiben sie nicht verborgen.

Da oben das liebe Licht durchbebt mich mit einem innerlichsten, frohen Gelächter: und dieses Gelächter ist mein Schwert. Mit dem schlag ich ihn tot, den alten müden, verzweifelten Lügner.

Schon blinzeln seine hundert Äugelchen, und immer müder werden seine Kreise, und seine böse Kraft dämmert hinüber in den seligen Frieden der Einheit, der auch ihm bestimmt ist.

Mit tausend Klammern umpreßt er das arme, junge Leben, und die nennen sich ehrbar Gesetze, Institutionen, heilige Vermächtnisse, Staat, Kirche, Sitte, Ehre, Moral, Gott.

Schlau trennt er die Natur, die ewig ungeteilte, in Geist und Fleisch. Sünde nennt er die Liebe und Teufel das Weib.