Meine Gedanken sind sanfte, blinkende Tautropfen, kleine liebe, rote Blumen und unermeßliche Himmelsfernen, die entflammen in goldblauem Glanz, dunkle Wettertannen und zirpende, flötende Vogellieder, jähes Gestein mit gleißenden Rissen, umgoldet von den erwachten Lichtern der Frühe.
Mich, mich selbst seh ich mit trunkenen Augen. Klar bin ich meiner selbst mir bewußt, und mystisch verhüllt ahn ich mich mit erschauernder Sehnsucht in meiner Unendlichkeit, in dir, als du …
Höher und höher hebt sich die Sonne über die blauen Wälder und wärmt und lacht und wärmt und zeugt.
Denn jetzt ist die urbestimmte Mischung der Elemente da, die, gewärmt und befruchtet von dieser Sonnensphäre, den übermenschlichen Heiland zeugen und gebären.
Tiefes, tiefstes Geheimnis!
Und doch, wie meine Hand hier auf der grauen Stammborke liegt, spür ich es mit verstehenden, wissenden Schauern.
Und ich fühle, fühle, wie es unzählige Rinnen und Röhrchen und Poren öffnet, in Sehnsucht, in Sehnsucht der lieben Wärme entgegen, wie es gibt und aufnimmt in wonnigen Spannungen und Entladungen.