Weiter. Hier am Bache entlang, zwischen Gras, Huflattich und Ranunkeln hin. Hier ist es dunkel und schaurig. Ein feuchter, kühler Wasserdunst.

Von den Gärten hüben und drüben, dicht über die schiefen Lattenzäune weg, drängen sich buschige, schwarze Zweige über das Wasser hin. Sie berühren sich. Und das Mondlicht sickert und tropft hindurch und legt bebende Reflexe über das still plätschernde Wasser und die breiten Blätter auf den dicken, hohlen Stielen am Ufer hin.

Hier und da eine Lücke in den Zäunen. Ich sehe auf silbergrüne Wiesen. Schweifende, wallende, wogende Nebel drüber und Silbergeriesel.

Langsam, träge treibt da etwas mitten in der Strömung, zwischen weißen und gelben wankenden Wasserrosen hin. Etwas Längliches, Schwarzes, Rundes. Im Mondlicht Löcher drin, weiße Rippen: ein Kadaver. Ein toter Hund oder so etwas. – Da treibt es vorbei, weiter; entfernt sich mit den flinkernden, plätschernden Wellen hinein in den silbrigen [pg 23] Mondglast da hinten zwischen dem übergeneigten, sich mischenden Baumgrün.

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Angelangt!

Die Lattentür ist angelehnt, halb offen; wie verabredet.

Zwischen den Heckenbüschen durch seh ich in den Garten.

Mit klopfendem Herzen.

Nein, noch nichts.