Und ich stammle wunderliche, wahnselige Worte vor mich hin, die ich nicht höre. Es ist nur, als flute etwas aus meiner Seele heraus, hinaus wie überströmendes Leben, überwallende Kraft.
Und alles liegt unter mir, weit unten in der Sonne.
Die hohen Talbäume so klein, mit krausem, zitterndem Laub, und die Pflüger, wie Schnecken langsam die sattbraunen Feldbänder hinkriechend, und die kleinen Dächer und der Fluß.
Nur hoch, hoch da oben, ewig über mir, das jubelnde, golddurchblitzte Blau; weißleuchtendes Gefieder drin, dort und dort.
Und ich möchte aufschreien vor unbändiger Lust und quälender Ungeduld, und ich recke die Arme und verliere mich in Kraft und Leben.
Bis ich taumlig werde von alledem, bis es mir über die Kräfte geht und ich hinsinke in das krause Weggras, und mein trunkenes Auge sich sammelt und beruhigt an den stillen, roten, nickenden Wegnelken und dem gelben Steinklee und dem violetten Thymian, den bunten Schmetterlingen und den leise, leise summenden Hummeln.
[pg 28] Wie betäubt lieg ich und starre vor mich hin in das kurze Gras und wage nicht, seitwärts zu blicken …
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Hier ein Grashalm, scharf an beiden Rändern von unzähligen Kristallen. Vorn an der zierlichen Spitze ein rundes, funkelndes Tautröpfchen. Das Hälmchen schwankt leise in der wehenden Luft hier oben. Und der Tropfen leuchtet. Jetzt orangen, jetzt goldig, jetzt bläulich, grün, violett, silberhell.
Halme, dünn, schlank, mit krißligen Dolden.