[pg 38] Hier unter dem Haselbusch ist das Gras noch niedergedrückt. Das ist mein Plätzchen.
Ich lasse mich nieder.
Das Schrillen eines Raubvogels. Das Pochen eines Spechtes. Aus dem tiefen Grund, rieselnd, ein Waldwässerchen. Hin und wieder ein Luftzug, der ein Laubgewisper unvermutet weckt.
Ich klappe mein Buch auf und fange an zu lesen.
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Ja, nun ist es doch wieder so ein gelbbroschierter Franzose, der heute früh unversehens auf meinem Tische lag.
P. Bourget: Le Disciple.
Eine Einleitung. Ich überfliege sie. Eine Litanei gegen die Dekadenz. Der »jeune homme de 1889« wird vor zwei Zeittypen gewarnt: dem »homme cynique et volontiers jovial«, dessen »religion tient dans un seul mot: jouir«, und vor dem anderen, »qui a toutes les aristocraties des nerfs, toutes celles de l’esprit, et qui est un épicurien intellectuel et raffiné«.
Aber da ist auch schon die erste Störung.
Eine Eintagsfliege kribbelt mit analphabetischer Respektlosigkeit über die sauberen schwarzen Zeilen.