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Allein. Mitten zwischen den Feldern. Ganz allein.

Ein so eigenes Gefühl, immer vorwärts, vorwärts, ziellos in das zunehmende Dämmern hineinzuschlendern mit seinen hundert geheimen Lauten.

Ab und zu zuckt es mir in den Armmuskeln von der getanen Arbeit. Über den ganzen Körper eine süße, wohlige Müdigkeit. Frei und ruhig geht mein Atem.

[pg 44] Allmählich nimmt es den Horizont weg, und die Nähe wird lebendig. Eine Feldmaus, raschelnd in eine Furche hinein. Das leise, flüsternde Rauschen in den schwarzen Wipfeln der Kirschbäume zu beiden Seiten des Weges.

Ein leises, metallisches Surren vor meinem Ohr, und an meine Backe weht ein feiner, leichter, ganz leichter Lufthauch.

Ich bleibe stehen. Fast erschrocken, was es ist. – Ein Mückenschwarm. Gegen das verblassende Abendrot kann ich ihn noch erkennen, wie er durcheinanderwirbelt in regelmäßigen, zuckenden Spiralen.

Und dunkler wird die Welt, und dunkler, und verschwimmt in Dämmerungen. Und weiter und weiter zieht es einen ins Einsame. Jeder Wille ist umsponnen, süß gelähmt von einem heimischen Grauen.

Fern, weit von allen Menschen!

Nur die dunkelnden Felder in der Runde.