[pg 9] Da sind die Gartenmauern mit dem übernickenden Grün, und da ist der »Goldene Bär« und der »Schwarze Adler«. Herrgott! Fünfzehn Jahre? Wirklich fünfzehn Jahre?

Ich … Hm! Kann man sich hier nicht irgendwo ein paar Zigarren kaufen?…

So! Freilich: ländlich, schändlich! Aber … Ja! Warum man nur heutzutage so über den Tabak räsoniert?…

So! – Der schöne blaue Rauch! Und nun um Gottes willen nicht sentimental werden! Denn »das hat gar keinen Zweck«! –

Ich stolpere, mit schweifenden Blicken, rauchend über das bucklige Pflaster mitten über den Fahrweg. Immer weiter und weiter.

Wenn mir jetzt ein alter Freund, ein Jugendbekannter, ein ehemaliger Schulkamerad, nun biederer Schuster, Zimmermeister oder Schlosser, begegnete und mich fragte, was ich für ein »Metier ergriffen« hätte? Das Herz klopft mir ein wenig.

Hm! Peinlicher Gedanke! Wie sollte ich mich ihm, unbeschadet meiner Reputation, verständlich machen?

Nein, ich will ganz allein so ein Stündchen, sozusagen inkognito, hier umherbummeln, ganz mutterseelenallein, mir still alles ansehen und mich dann wieder fortschleichen, hinaus zum Bahnhof.

Ich lese die Firmenschilder. Ja, nun merke ich doch: die Generationen haben sich ein wenig verschoben. Es kann aber auch sein, daß ich viele Namen vergessen habe.

Ein paar Leute gehen an mir vorüber. Ob Bekannte darunter sind? Niemand redet mich an, nur fremde Gesichter.