Ein vorhandener rotierender Großkörper zieht vermöge seiner Schwerkraft Massen von in seiner Nähe vorübergehender, leichter verteilter Substanz an. Diese umkreist ihn, von ihm festgehalten, und durch Zentrenbildung zieht sie sich zu Trabanten zusammen, von denen der Großkörper alsdann umkreist wird.
Hier kommen nun zwar keine Meteoriten und andere Körper mehr in einen Nebel hinein, auch ist der rotierende Großkörper, was die Zentrenbildung und Ausbildung des Systems anbetrifft, nicht mehr so machtlos wie in der Theorie von Arrhenius: indessen scheitert auch diese Hypothese vollständig und ein für allemal daran, daß das Zustandekommen des rotierenden Großkörpers nicht einen Augenblick erklärt ist; ja die Problematik desselben auch noch nicht mal einen Augenblick bewußt erkannt und ins Auge gefaßt wurde! – Nochmals: wahrhaftig auch diese kosmogonische Hypothese hat nicht die mindeste Berechtigung zu prätentieren, daß sie die Kant-Laplacesche erledigt hätte. Auch sie ist eine ganz unmögliche Theorie.
Und doch ermöglicht sich eine endgiltig exakte Kosmogonie nachgerade unschwer.
Und zwar, immer wieder sei es betont, von der Entwicklungstatsache und von der einer einheitlichen zentralisierten Kraft und Polarität, und weiter von jenem einpolar neutralen Zustand ∞ aus, zu dem wir mit unantastbarer Sicherheit von der Tatsache des Urelementes aus gelangten.
Wir erkannten schon früher, daß der Kosmos und das allgemeine einheitliche kosmische System nur eine elliptisch in sich abgerundete, endliche Ausdehnung haben kann, und daß der absoluten elliptischen Peripherie ein allgemeiner kosmischer Zentralkörper entsprechen muß. Die Astronomie, die, wie wir schon sahen, neuerdings selbst zu der Annahme eines elliptisch endlichen Kosmos und eines einheitlichen kosmischen Systems – des sogenannten »Milchstraßensystems« – gelangt ist, muß unbedingt auf der Stelle die Notwendigkeit folgender Aussagen zugeben, die sich von diesem allgemeinen kosmischen System von vornherein ergeben:
1. Das System hat eine einheitliche Bewegung, die sich im wesentlichsten Betracht als Umlaufsbewegung darbietet.
2. Diese Umlaufsbewegung geht vom allgemeinen kosmischen Zentralkörper aus und wird beständig von ihm in Gang gehalten und geregelt.
3. Sie vollzieht sich, als deren Ausweitung, in der Richtung der zentralen Rotation.
4. Sie gliedert sich in eine Reihe von Zonen und Sphären, die sich durch die jeweilige Intensität des Umlaufs bestimmt.