So daß also in unmittelbarster Nähe des rotierenden Zentralatoms ein unsubstanzieller Atomenring mit der Richtung der zentralen Rotation um das Zentralatom herumkreist. Hier haben wir die vor dem Urelement bestehende reine Atomenformation. Sie ist offenbar auf diesen Ring beschränkt und in ihm exakt lokalisiert. In irgend einer anderen Region des Kosmos sind aber unsubstanzielle Atome deshalb nicht denkbar und möglich, weil überall im übrigen Kosmos viel zu große Zwischenräume zwischen den zustandekommenden Atomen vorhanden waren, die ihnen vollständige individuelle Bewegungsfreiheit und also allenthalben die Möglichkeit, und zwar die mannigfaltigste, gewährten, sich zu substanziell-elementarer Bildung zu verbinden!
Im nächsten Ring nun aber ist offenbar die horizontale Ausweitung bereits ein klein wenig schwächer, zugleich ist der Ring naturgemäß schon bedeutend umfangreicher. Also bleibt schon ein Zwischenraum zwischen den Atomen; sie können sich individuell bewegen, (diese Bewegung bedeutet in allen Fällen lediglich eine seitlich schwankende, vibrierende, oszillierende, weil ja die Atome in allen Fällen Konduktoren der vertikalen und horizontalen Kraftlinien und in diese gleichsam wie Maschen eingewebt sind!), und also können sie sich jetzt auch verbinden.
Wir haben den Ring des Urelementes vor uns; und wir hätten jetzt also auch das Urelement exakt lokalisiert. Doch ist zu berücksichtigen, daß das Urelement nicht auf diese kosmische Region, auf diesen zweiten Innenring des Zentralkörpers beschränkt sein wird. Es kann auch noch an einer anderen Stelle des Kosmos vorkommen; wenn dort wohl auch nicht ohne eine gewisse Modifikation. Offenbar nämlich in der äußersten kosmischen Umlaufszone, ganz in der Nähe der kosmischen Peripherie und der reinen, nichtatomistischen Kraftreflexzone, welche diese ihrer ganzen Natur nach darstellt. Die ungeheuere Einwirkung derselben wird der äußersten kosmischen Substanz eine Beschaffenheit verleihen, die der des zentralen Urelementes zum mindesten ähnlich sein wird; so daß nun allerdings nicht mit jeder Sicherheit zu behaupten wäre, daß diese peripherische Substanz wirklich mit dem zentralen Urelement durchaus identisch ist.
Im übrigen wird sich das zentrale Urelement seiner Beschaffenheit nach in der Nähe des ersten Ringes noch kaum von der unsubstanziellen Atomenformation unterscheiden; je mehr aber nach seiner äußersten Grenze hin wird es eine Beschaffenheit annehmen, die wir ganz entfernt etwa mit der eines leuchtenden Edelgases vergleichen könnten; obgleich ein solches sicherlich seinerseits schon viel zu kompliziert ist, als daß das Urelement bereits als ein solches durchaus angesprochen werden könnte. Wir besitzen eben keine Möglichkeit, das Urelement als solches jemals aufzufinden oder irgend ein äußerstes, ihm nächstes der uns bekannten und zugänglichen Elemente auf das Urelement zu reduzieren. Weder irgend ein dem Chemiker zu Gebote stehender Grad von Kälte noch von Hitze vermöchte jemals diese Reduktion zu bewerkstelligen. Wenn wir etwa den sogenannten »Weltäther« zum Vergleich heranziehen wollten, so würde uns auch nicht geholfen sein. Denn auch ihn vermag ja der Chemiker nicht darzustellen oder zu untersuchen. Um so weniger übrigens, als er, wie wir später noch erkennen werden, überhaupt ganz unmöglich existieren kann!
Wir besitzen also keinerlei Möglichkeit, uns vom Urelement seiner Beschaffenheit nach eine direkte Vorstellung zu machen. Dennoch ist seine Existenz und ihre Lokalisation eine gänzlich unausweichliche und sichere. – Da die Zwischenräume zwischen den Atomen in dem Urelementring noch so sehr geringe sind, ist es übrigens vollständig ausgeschlossen, daß in ihm bereits elektrische, gar explosive Kräfte vorhanden und tätig sein könnten. Dazu ist der Urelementring noch viel zu ungeheuer intensiv. Er kreist lediglich in engster Gemeinschaft mit dem ersten Ring um das rotierende Zentralatom.
Im dritten Ring, in der dritten Schichtung des Zentralkörpers ist die Intensität der horizontalen Kraftausweitung wieder um etwas geringer; überdies aber ist diese Schichtung noch weit umfangreicher als die des Urelementes. Infolgedessen bleibt auch wieder ein noch größerer Zwischenraum zwischen den Atomen. Infolgedessen können die Atome sich auch noch freier bewegen und bereits unterschiedliche elementare Verbindungen bewerkstelligen.
Doch ist zu bedenken, daß auch hier die Zwischenräume noch nicht besonders große sind! Deshalb bleibt die elementare Ausbildung noch eine eingeschränkte, und vermögen auch noch keine nennenswerten elektrischen, gar explosiven Kräfte sich zu entwickeln, welche die entstandene Substanz erst noch recht zu walken und zu differenzieren vermöchten!
Dem Urelement am nächsten wird die Substanz der dritten Schichtung diesem auch noch am ähnlichsten sein. Alsdann wird sie in Ringe von überaus dichten Edelgasen übergehen und gegen ihre äußerste Grenze hin, wo dann sicherlich auch zum ersten Mal elektrische Kraftäußerungen wenigstens einen gewissen Spielraum gewinnen, wird die elementare Ausbildung am vielseitigsten seien. Hier wird die dritte Schichtung bereits einen sehr intensiven und dichten weißglühenden Zustand haben. Die dritte Schichtung kreist in engster organischer Gemeinschaft mit den beiden ersten Schichtungen um das rotierende Zentralatom.