Ich habe von alledem in meinem Buche »Das absolute Individuum und die Vollendung der Religion« (Oesterheld & Co., Berlin W.) sehr ausführlich gehandelt und dort auch das wichtigste biogenetische Gesetz formuliert, nach welchem alle Entfaltung durch ein und das gleiche motorische Individuum und seine Elite bewirkt wird. Ich darf mich hier also kurz fassen.
Unsere Ausmachung hat zunächst eine Tatsache in Rücksicht zu ziehen, die sich wieder geradezu auf der flachen Hand darbietet.
Nämlich die, daß die Erscheinung des Bewußtseins auf der Erde räumlich und auch sonst in jeder Hinsicht einen überraschend eingeschränkten organischen Bestand besitzt!
Im übrigen verhält es sich so, daß kein einziger kosmischer Körper, mit einziger Ausnahme des am edelsten entwickelten, des Zentralkörpers, der Erde, bewußtheitliches Leben trägt. Die übrigen Körper, soweit sie nächst der Erde die festesten des absoluten kosmischen Systems sind, entbehren der elementarischen Vielseitigkeit und edlen Kompliziertheit, welche dem bewußtheitlichen und organischen Leben vonnöten ist. Die übrigen Körper aber schließen organisches und bewußtheitliches Leben durch ihre gegen die kosmische Peripherie hin immer leichtere Beschaffenheit aus, anderer sehr wichtiger Gründe hier nicht zu gedenken.
Was den anorganischen Bestand anbelangt, so nimmt er als Grundlage des organischen Lebens den weitaus größten Raum ein.
Alsdann schließt sich, man darf sagen: gleichfalls noch als Grundlage des höheren organischen Lebens, der sehr mannigfaltige Formenbestand des niederen und unterbewußtheitlichen an, wozu wir auch die pflanzlich-vegetabilische Welt zu rechnen haben. Dann folgt, als ein all diesem anorganischen und organisch niederen und unterbewußten gegenüber bereits sehr eingeschränkter Kontigent, der des niederen bewußtheitlichen Lebens. In all diesem Bereich nun aber: welch eine überraschend kleine Elite des entschiedener und höher bewußtheitlichen Lebens! Und schließlich, welch kleinster Bestand die höchstbewußtheitliche Gattung Mensch!
Dabei tritt nun aber gerade, je höher die bewußtheitliche Stufe, ein außerordentlich wichtiger Umstand in Erscheinung. Nämlich eine immer mehr sich steigernde freie Bewegung und Beweglichkeit der bewußtheitlichen Kontingente. Und zugleich eine Tendenz zu überaus vielseitiger artlicher Differenzierung und Ausbreitung.