Er ist der Eine, Adam, der alte köstliche Junge, der nie fertig wird, der Endlose, ewig Wiedergeborene, der Vater der Vielheit, der aus der Vielheit als der Eine wieder geboren hervortaucht, still, heimlich, schlicht, unbekannt und die Vielheit überwältigt durch und in sich! Der ewig Hungrige, der sie in sich hineinschlingt, um sie ewig neu zu zeugen und Sich!
Komm, Du friedlicher Mörder und Totengräber Deiner Selbst! Komm, Du streitbarer Riese, Herr und Friedefürst! Komm, Du hündischer Sklave Deiner Selbst! — Du herrlicher Herr, der blöden Menge ein Spott, den wenigen Deinen eine verzweifelte Sehnsucht! —
Zuweilen hab’ ich eine Vision von ihm.
Ich sehe ihn über den Markt gehen. — Er ist hager, unscheinbar und schmächtig, mit dunklen tiefen Augen, wie sie der Rabbi von Nazareth gehabt haben mag. Aber entschieden hat er etwas von dem dummen Jungen aus Meißen. Das heißt: jetzt sieht er aus wie der ausgefeimteste Jesuit! — Nein! — Doch! — N...
Das ist Er, Zarathustra, der dunkle Herr, der Helldunkle!
Er ist behend, geschmeidig; ein Spott den Fetten und Neunmalklugen und doch zehnmal schlauer als ihrer der Schläueste.
Mit nach innen gewandten Sinnen taumelt er, ein Innerer und doch ein Äußerer, durch die Zeit, trunken von den Geheimnissen der Welt, und träumt sie vor sich hin, und sein Träumen ist der alte Gigantenkampf mit der Sphinx! —
Ich sehe ihn, den Taumler.