Helle! — Licht! —
Die Wahrnehmung bringt mich plötzlich auf die Archivräume und den Herr Aktuar mit seinen Träumen von einem freien Reich der Zukunft. — Der gute Herr Aktuar, der nichts davon haben wird als seinen schönen Traum, der ihn so begeistert! — Und das goldene Reich mit all seinen freien Bürgern?
Ich sehe nur immer die unheimlichen schwarzbraunen Flecke hinter mir auf dem Boden, von denen ich meine, sie seien Blut; Blut, das nichts wegzubringen vermag! Nie! — Nie! — Und ich weiß mit einem Mal, was es mit der Lebensfreude auf sich hat! — Und ich weiß, woher sich Lieder, Freude und Schönheit gebären!...
Fort! —
Wie schön die Abendsonne blendet! — Alles so still, so friedlich, so wundersam! Wie ich den Steig hinab taumele, mit pochenden Schläfen und zwinkernden Augen, atme ich so recht von Herzen auf und sehe das gemütliche Honoratiorenzimmer im „Stern“ mit dem großen Rundtisch, mit der riesigen Schnupftabacksdose drauf und dem hölzernen Klingelmesser drüber.
Nun, trotz allem Pessimismus werd’ ich heut abend mit dem Herrn Aktuarius gründlichst das Mittelalter totschlagen.
Jedenfalls: wir werden uns ansehen, froh, wieder beisammen zu sein, werden unser Bier trinken, unsere Cigarren rauchen und plaudern, plaudern...