Lydische Flötenspielerinnen mit Rosen bekränzt.

Sie, in uralten Tschuktschengräbern gefunden, der Liebling und die Freude der Menschen schon vor mehr denn fünftausend Jahren vor unsrer Zeitrechnung! —

Was das alles für Gedankengänge anregt! —

Die Blume der Liebenden. — Die Liebe. — Die Liebe eine Krankheit. — Und der Schmerz! — —


Der Schmerz. —

Was fällt mir da ein! —

Es ist Winter und alles ist dicht verschneit. Jeder Laut ist wie von weiten dichten Teppichen gedämpft. — Es ist ein Tag nach dem Begräbnis. Die Erwachsenen sitzen still oben im Zimmer, in ihren Trauerkleidern, und hängen ihren Gedanken nach. Wir Kinder aber sind auf den Hof hinuntergegangen; diesen großen Gutshof mit seinen verschneiten Stallgebäuden und Wagenreihen. Große Kinder sind wir schon, dicht vor und nach der Konfirmation. Und wie wir nun den schönen weißen Schnee sehen, da löst sich’s uns wie ein Bann und alle Trauer ist vergessen. Hurtig bücken wir uns, und im nächsten Augenblick ist die fröhlichste Schneeballschlacht im Gange. Aber das Lachen und Rufen hat die Wirtsfrau in die Flurthür gelockt, und sie droht mit dem Finger und mahnt mit ernst-lächelnder Miene.

Wir erschraken damals und schämten uns, und einer von uns quälte sich nachher noch lange mit seinen stillen Reuegedanken und hatte seine Betrachtungen, wie schnell man vergißt und — vergessen wird...