Jetzt sind es schon ziemlich lange Blätter. Unten, wo die Kraft des ersten Keimes die Schale zur Seite gespellt hat, sind sie hell-gelblich-grün, nach oben ist das Grün bläulicher.
Es sind — eins, zwei, drei, vier, fünf Blätter.
In ihrer Mitte drängt sich die lichtgrüne Blütendolde keck und lichtbegierig herauf, zwängt zur Seite, dehnt sich in die Breite und Höhe mit ihren wasser- und saftstrotzenden Zellen. Und wenn ich genau, ganz genau hinsehe, dann merke ich, wie leise, leise ihre grünen Hüllenblättchen sich zu spreizen und zu lösen beginnen, wie es sich ungeduldig drunter regt und bunt und prächtig hinaus will ins freie, fröhliche Licht.
Ab und zu hemm’ ich das allzu üppige Wachstum der Blätter, und schneide ihre Spitzen ab, damit die Blüte an Kraft und Freiheit gewinne.
O, höchstens noch eine Woche: dann jubelt es mir in bunter junger Herrlichkeit entgegen und mein Zimmer ist des süßen Duftes voll...