Mein Gott, diese Stille!...
Ich betrachte das kleine Gebäude, und erfasse es mit meinen gestillten Sinnen.
Diese weiße geisternde Tünche! Und so eigen dunkel das verwitterte Ziegeldach drüber in den erhellten Höhen! Und wie der riesige Nußbaum es überragt! Dieses unaufhörliche Flüstern und Rauschen in seiner runden Krone...
Wie ein Hauch alles, wie ein Hauch! Wie ein Traum, ein Träumen...
Nur ein Erdgeschoß. In der Mitte dunkelt die braune Hausthür. Zwei rissige Kalksteinstufen führen zu ihrer Schwelle hinauf. Sie reichen bis zur Ladenthür hinüber. Die dicken Firmschildbuchstaben mit ihrer schwarzen Ölfarbe: Albert Haberland.
Die Läden des kleinen Schaufensters sind geschlossen.
Vier Fenster. Oben seh ich meine zwei Giebelfensterchen. So licht ist die Nacht, daß ich das Kornblumenmuster der Gardinen erkennen kann.