Und Petrus schlägt seine Augen auf und sieht den Rabbi. Schweiß trieft von seiner Stirn und feuchtet sein Haar.

Aber schon lächeln des Rabbi Augen wieder und bannen des Jüngers Mitleid.

„O wache, mein Petrus, und bete mit mir! — Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet, denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!“

Aber er gewahrt die ratlose Verlegenheit des Jüngers. Nein, er kann ihnen nichts von diesen Anfechtungen sagen, die nur Er trägt. Und wieder hebt er sich von ihnen und tritt zurück in die Pein seines einsamen Ringens...


Die Stunde naht...

Und wieder sieht er die Tage seines Leidens im Geist. Entfesselt ist die Wut und der Haß seiner Feinde. Die Jünger sind entflohen. Niemand wird bei ihm sein. Einsam wird er seinen Feinden überantwortet sein, wird er leiden und sterben. Nur sein junger Liebling wird bei ihm sein und sie, die Schmerzensreiche ...

Und wieder ächzt er unter der heimlichen Not der Einen und Einsamen, der Träger des ewig einen Geheimnisses, ihres Himmels und ihrer Hölle. Sie die fleischgewordenen Offenbarungen der ewigen Unrast und ihre Bändiger. Die Stillen, Duldenden, Schauenden und sie, aus denen der Geist des Vaters hervorbricht wie aus Mose, da er sein Volk aus Egyptenland durch die Gefahren der Wüste führte in das Land der Verheißung.

Und er fühlt die Wundenmale seiner Hände und Füße, und siehe! ihre Schmerzen werden ein köstlicher Balsam sein, und sein Haupt wird sich neigen in erlösender Ohnmacht, und er und der Vater werden eins sein...