Der inländischen Litteratur wird „Das litterarische Echo“ zunächst durch Artikel über einzelne Fragen und Persönlichkeiten gerecht, insbesondere aber durch einen möglichst vielseitigen kritischen Teil, in dem alle bemerkenswerten Neuerscheinungen durch sachverständige Referenten thunlichst rasch und gedrängt besprochen werden sollen. Außerdem enthält jede Nummer ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämtlicher neu erschienener Werke belletristischer und litteraturwissenschaftlicher Art.

Eine gedrängte Zeitschriftenrevue wird regelmäßig den Extrakt aus den litterarischen Beiträgen aller größeren einheimischen und ausländischen Zeitschriften geben: aus den deutschen Zeitschriften in jeder Nummer, aus denen des Auslandes in zwei, Heft um Heft abwechselnden Serien.

Abgeschlossene Proben aus bedeutsamen, neu erscheinenden Werken, Porträts und kurze Biographieen, interessante Facsimiles, Illustrationsproben u. dgl. m. sollen „Das litterarische Echo“ lebhafter und anregender für weitere Kreise gestalten helfen. Ein genaueres Augenmerk gedenkt die Zeitschrift auch auf das litterarische Leben und Streben in den einzelnen Provinzen und Bundesstaaten zu richten, für dessen Emsigkeit die zunehmende Unzahl eigener kleiner Organe beredtes Zeugnis ablegt.

Mit der Verarbeitung und Siebung dieses gesamten Materials soll der Endzweck erreicht werden, daß sich in einem abgeschlossenen Jahrgange des litterarischen Echos — dem jeweils zum Schlusse ein genaues Sach- und Namenregister beigegeben wird — möglichst alles übersichtlich verzeichnet und eingeordnet findet, was das Jahr an litterarischen Erscheinungen von Bedeutung, an Büchern sowohl, als einzelnen Artikeln, gebracht hat.

Wir erwähnen noch die Rubriken „Aus der Praxis“, in der Rechtsfälle aus dem Schriftstellerleben, Plagiatangelegenheiten, Preisausschreiben, Wohlthätigkeitsfragen u. dgl. mitgeteilt und alle Diejenigen das Wort erhalten sollen, die in eigener Sache ein Recht auf Öffentlichkeit beanspruchen können, sowie die „Nachrichten aus der Schriftstellerwelt“, in denen Todesfälle, Jubiläen, Auszeichnungen, Mitteilungen über vorbereitete neue Werke u. s. w. verzeichnet werden.

Wie aus diesen flüchtigen Umrissen zu entnehmen ist, soll sonach in dem litterarischen Echo ein festes Sammel- und Centralorgan der allgemeinen litterarischen Interessen geschaffen werden: eine Orientierungstafel für alle Diejenigen, die den Überblick über das reiche Schaffensfeld unserer zeitgenössischen Produktion gewinnen und behalten wollen; ein Archiv für solche, die aus Beruf oder Neigung die Bewegung auf litterarischem Gebiete näher und im Zusammenhang zu verfolgen wünschen.

Probenummern werden vom Verlage auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Bestellungen auf das litterarische Echo nehmen alle Buchhandlungen, sowie der Verlag Fontane & Co., Berlin W. 35 Lützowstraße 84B. entgegen.


Druck von Gottfr. Pätz in Naumburg a. S.