Die Pilger erreichten bald die lieblichen Berge, welche dem Herrn des Hügels, von dem wir zuvor gesprochen, gehörten. Die Abhänge dieser Berge waren mit den anmutigsten Gärten, Baumanlagen und Weingärten bedeckt, zwischen denen man grüne Wiesen sah, durch welche frische Gebirgsbäche herabrauschten. Hier stillten sie den Durst, wuschen sich und aßen von den Früchten des Weinstocks nach Herzenslust. Auf einer Anhöhe nahe an der Heerstraße trafen die Pilger Hirten, die ihre Herden weideten. Zu diesen gingen sie hin, und, auf ihre Stäbe gelehnt, wie müde Pilger zu tun pflegen, wenn sie stillstehen, um mit jemand am Weg zu reden, fragten sie: „Wem gehören diese lieblichen Berge, und wes sind die Herden, die ihr weidet?“
Hirten. Diese Berge sind Immanuels Land und liegen im Gesichtskreis Seiner Stadt. Ihm gehören diese Schafe, und Er hat Sein Leben für sie gelassen (Joh. 10, 12).
Christ. Ist dies der Weg zur himmlischen Stadt?
Hirten. Ja, ihr seid auf dem rechten Weg.
Christ. Wie weit ist es noch bis dahin?
Hirten. Zu weit für alle, die ohne die Gnade des Herrn wandern.
Christ. Ist der Weg sicher oder gefährlich?
Hirten. Er ist sicher für die Gerechten, aber die Übertreter fallen auf demselben[114].
Christ. Gibt es hier eine Ruhestätte für ermüdete Pilger?