Und zweitens wollen wir den König anflehen, daß Er uns durch Seine starken Helden beschirmen wolle, ja, daß Er selbst bei uns sei und uns geleite auf unserm Weg. Über diesen Geleitsmann jauchzte David mitten im finstern Tal[122], und Mose wollte lieber sterben als einen Schritt weiterziehen ohne seinen Gott[123]. O mein Bruder, wenn der Herr mit uns zieht, so dürfen wir uns nicht fürchten vor vielen Tausenden, die sich umher wider uns legen (Ps. 3, 7). Aber ohne Ihn müssen die gewaltigsten Helden unter die Gefangenen gebeugt werden und unter die Erschlagenen fallen (Jes. 10, 4).
Auch ich bin schon im Gefecht gewesen, und ich bin durch die Güte des Herrn noch am Leben, wie du siehst; aber ich kann mich meiner Tapferkeit nicht rühmen. Ich wäre froh, wenn ich nicht wieder zu solch einem Kampf genötigt würde; aber ich fürchte, wir haben noch nicht alle Gefahren überstanden. Nun, der Herr, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch aus der Hand aller Feinde erretten (1. Sam. 17, 37).
Hierauf sang Christ:
Wär auch mein Glaub’ wie Senfkorn klein,
Und daß man ihn kaum merke,
Wollst Du doch in mir mächtig sein,
Daß Deine Gnad’ mich stärke,
Die das zerbrochne Rohr nicht bricht,
Den glimmend Docht auch vollends nicht
Auslöschet in den Schwachen.