Ich sah nun in meinem Traum, daß Hoffnungsvoll sich umwandte, und da er Unwissend nachkommen sah, sprach er zu Christ: „Sieh doch, wie dieser junge Mann so gemächlich hinter uns hergeht!“
Christ. Ich sehe es wohl, er meidet unsre Gesellschaft.
Hoffnungsvoll. Aber ich denke, es würde ihm nichts geschadet haben, hätte er bisher mit uns Schritt gehalten.
„Das meine ich auch,“ erwiderte Christ, „aber hierüber wird er andrer Meinung sein.“
Sie beschlossen nun, noch einen Versuch zur Rettung seiner Seele zu wagen. Sie erwarteten ihn, und Christ redete ihn liebreich an: „Warum wanderst du ganz allein?“
„So ist es mir lieber,“ antwortete Unwissend, „als mit einer Gesellschaft zu gehen, die mir nicht zusagt.“
Christ sprach im Flüsterton zu Hoffnungsvoll: „Sagte ich dir’s nicht, daß wir ihm nicht genehm sind?“ und fuhr fort, sich an Unwissend wendend: „Nun, wie geht es dir? Wie steht es zwischen Gott und deiner Seele?“
Unwissend. Ich hoffe gut; denn mein Herz ist immer voll von guten Gedanken, die mir meine Wanderschaft versüßen.
Christ. Sage uns, bitte, was sind das für gute Gedanken?
Unwissend. Ich beschäftige mich mit Gott und dem Himmel.