Ich sah nun in meinen Traum, daß sie ihren Weg weiterzogen und dabei sehr angenehmes Wetter hatten. Da fing Christin an zu singen:

Ich danke Dir, Du wahre Sonne, daß mir Dein Glanz hat Licht gebracht;

Ich danke Dir, Du Himmelswonne, daß Du mich froh und frei gemacht;

Ich danke Dir, Du heil’ger Mund, Dein Wort macht mich gesund.

Ach, daß ich Dich so spät erkennet, Du hochgelobte Schönheit Du,

Und Dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut und wahre Ruh’!

Es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt.

Erhalte mich auf Deinen Stegen und laß mich nicht mehr irregehn;

Laß meinen Fuß in Deinen Wegen nicht straucheln oder stillestehn: