Er antwortete: „Den Lohn mußt du dem Meister aller Ärzte entrichten nach den Vorschriften, die Er für diesen Fall geboten und verordnet hat[189].“
Christin. Mein Herr, wozu ist dieses Mittel sonst noch gut?
Geschickt. Es ist ein Universalmittel und gut gegen jegliches Übel, das einem Pilger begegnen kann, und wenn es wohl zubereitet ist, so hält es sich auch durch die Länge der Zeit hindurch, ohne zu verderben.
Christin. Bitte, lieber Herr, bereite mir zwölf Schachteln voll von diesen Pillen; denn wenn ich mit dieser Arznei hinreichend versehen bin, brauche ich mich nach keiner andern mehr umzusehen.
Geschickt. Dieses Mittel ist ebenso gut, Krankheiten vorzubeugen wie sie zu heilen. Ja, ich darf’s sagen und stehe dafür ein, daß, wenn jemand öfteren Gebrauch davon macht, er dadurch wird leben ewiglich[190]. Doch, das merke dir, liebe Christin, daß diese Pillen nur in der vorgeschriebenen Weise eingenommen werden dürfen, wenn sie zum Segen ausschlagen sollen.
Also überreichte er Christin für sich, ihre Knaben und Barmherzig von dieser Arznei, ermahnte Matthäus, sich in Zukunft vor schädlichen Früchten zu hüten, nahm alsdann Abschied von ihnen und ging seines Weges.
Wie schon zuvor erwähnt, hatte Weisheit sich den Knaben angeboten, ihnen auf allerlei nützliche Fragen zu antworten. So fragte nun Matthäus, der eben krank gewesen, warum doch die meisten Arzneien dem Gaumen bitter wären.
Weisheit. Um zu zeigen, wie unwillkommen das Wort Gottes und seine Wirkungen für ein fleischlich gesinntes Herz sind.
Matthäus. Warum pflegt die Arznei, wenn sie wirksam ist, Ausleerung und Erbrechen zu verursachen?
Weisheit. Um zu zeigen, daß, wenn das Wort kräftig wirkt, es Herz und Sinn reinigt, denn siehe, was das eine am Leib tut, das tut das andre an der Seele.