„Von Herzen gern,“ sagte Gutwillig, der Pförtner, und somit öffnete er ihm die Pforte. Als Christ nun eintreten wollte, zog ihn der andre beim Arm schnell herein.

„Was soll das bedeuten?“ fragte Christ. Jener antwortete: „Sieh dort in geringer Entfernung liegt ein festes Schloß, das von Beelzebub, der Teufel Obersten, befehligt wird; von dort aus schießt er und die, welche bei ihm sind, gerade dann seine feurigen Pfeile[33] nach den Pilgrimen ab, wenn sie im Begriff sind, zu der engen Pforte einzugehen, um sie womöglich noch vor ihrem Eintritt zu töten.“ Christ bemerkte diese Gefahr erst, als er sich schon gerettet sah, und sprach: „Ich freue mich mit Zittern.“

Als er nun eingetreten war, fragte Gutwillig: „Wer hat dich denn hierher gewiesen?“

Christ. Der Evangelist hieß mich hierhin gehen und anklopfen, wie ich denn nun auch getan. Er sagte, daß du, Herr, mir weisen werdest, was ich weiter tun müsse.

Gutwillig. Da ist eine offene Tür vor dir, und niemand kann sie zuschließen (Offenb. 3, 8).

Christ. Nun fange ich an, die Frucht meines gewagten Unternehmens zu ernten.

Gutwillig. Aber wie kommt’s, daß du allein bist?

Christ. Weil von meinen Nachbarn niemand wie ich die drohende Gefahr erkannte.

Gutwillig. Wußten einige um deine Herreise?

Christ. Ja, meine Frau und meine Kinder sahen es zuerst, daß ich wegzog, und riefen mir nach, ich sollte wieder umkehren; auch etliche meiner Nachbarn schrien mir nach; aber ich hielt mir die Ohren zu und setzte meinen Weg fort.