Der Du versprochen, Fürsprecher zu sein;

Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken,

Wollst Du mich, Jesus, ermuntern und wecken!

Jesus, hilf siegen, wenn ich nun soll scheiden

Von dieser jammer- und leidvollen Welt;

Wenn Du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden

Mög zu Dir fahren ins himmlische Zelt!

Laß mich, ach Jesus, recht ritterlich ringen

Und durch den Tod in das Leben eindringen!

Ich sah nun, daß die Pilgerschar mittlerweile in das Land der Vermählung gekommen war, wo die Sonne Tag und Nacht scheint. Hier ruhten sie, da sie sehr müde waren, eine Weile aus. Und weil dieses Land ein Gemeingut der Pilger ist und seine Obstgärten und Weinberge dem König des himmlischen Landes gehören, so durften sie nach Belieben von allem hier Gebotenen Gebrauch machen. Aber schon bald waren sie reichlich erquickt, und da die Glocken läuteten und die Posaunen fortwährend so lieblich erschallten, konnten sie nicht weiterschlafen, und auch fühlten sie sich so gestärkt, als ob sie eine ganze Nacht geruht hätten. Auf den Straßen hörten sie Stimmen, die da riefen: „Es sind einige Pilger zur Stadt gekommen!“ Und ein andrer erwiderte: „Und ebenso viele sind übers Wasser gegangen und heute zu den goldenen Toren eingezogen!“ Wieder andre riefen: „Eben jetzt ist eine ganze Schar der Glänzenden zur Stadt gekommen: daran merken wir, daß noch mehr Pilger unterwegs sind, denn jene sind gekommen, um ihnen zu dienen und sie nach ihrem Kummer zu trösten!“