„Der Herr sei mit dir, lieber Freund!“ sprach Christ zu dem Pförtner, „und segne dich reichlich für all das Gute, das du mir erwiesen hast!“
Er wollte nun Abschied nehmen, aber Bescheidenheit, Gottesfurcht, Liebe und Weisheit wollten ihm bis hinunter an den Fuß des Berges das Geleit geben. So gingen sie miteinander fort, indem sie ihre früheren Gespräche wieder aufnahmen, bis sie dahin kamen, wo der Berg steil abfällt.
Da sagte Christ: „So beschwerlich es war, diesen Berg zu ersteigen, so gefährlich scheint es mir, wieder hinabzukommen.“
„Ja,“ sprach hierauf Weisheit, „es fällt dem Menschen schwer, in das Tal der Demut hinabzugehen, wie du jetzt tust, ohne bisweilen anzustoßen oder zu straucheln, darum haben wir dich bis hinunter begleiten wollen.“
Christ ging sehr vorsichtig, aber dennoch glitt er ein- oder zweimal aus.
Als sie am Fuß des Berges angekommen waren, beschenkten ihn die treuen Freunde mit Brot und Wein und getrockneten Trauben und ließen ihn dann seines Weges gehen.
Steil und dornig ist der Pfad, der uns zur Vollendung leitet;
Selig ist, wer ihn betrat und zur Ehre Jesu streitet;
Selig, wer den Lauf vollbringt und nicht kraftlos niedersinkt!
Überschwenglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen,