[102] Die Welt kennt euch nicht; denn sie kennt Ihn nicht (1. Joh. 3, 1).

[103] Unser Wandel ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn (Phil. 3, 20).

Siebtes Kapitel.
Ein neuer Begleiter und die Gefahren an der Silbergrube.

Ich sah nun in meinem Traum, daß Christ nicht allein weiterzog, denn es gesellte sich einer zu ihm mit Namen Hoffnungsvoll; das war er geworden durch die Beobachtung des stillen Duldens der beiden Pilger bei aller Schmach und Verfolgung, das männliche Bekenntnis des Getreu, das er im Angesicht des Todes ablegte. Und wie das Blut der Märtyrer immer der Same der Kirche gewesen ist, so erhoben sich aus der Asche des Getreu neue Bekenner des Herrn. Er schloß mit Christ einen Bruderbund und bot sich ihm zum Begleiter an, indem er versicherte, in kurzer Zeit würden ihm noch viele andre folgen.

Sie hatten erst eine kleine Strecke Weges zurückgelegt, als sie einen Mann einholten, der vor ihnen herging; er hieß Nebenwege. „Was für ein Landsmann bist du, lieber Herr?“ redeten sie ihn an, „und wohin geht deine Reise?“

„Ich komme aus der Stadt Schönwort und bin auf dem Weg nach der himmlischen Stadt,“ erwiderte er, ohne aber seinen Namen zu nennen.

„Aus Schönwort[104]?“ entgegnete Christ, „kann von dort auch etwas Gutes kommen?“