Nackt stand er da, und die Luft der Nacht umspielte seinen heißen, staub- und schweißbedeckten Körper.

Langsam trat Franz Felder zum Wasser und sah es an, nachdem er den ganzen Nachmittag—und wie lange vorher schon!—seinen Anblick gemieden.

Aber zum ersten Male schien es ihm, als würde sein Gruß nicht erwidert. Stumm und gleichgültig lag es da.

Warum vernahm es denn nicht die stumme Bitte seiner Verzweiflung?—

Und zögernd, fast ängstlich, setzte er Fuß vor Fuß, bis es seine Knie erreichte, versank dann in den Schlamm und umarmte es leise. Nackt, wie damals als kleiner Knabe, schmiegte er sich an seine dunkle Brust.

Und schwamm.

Behutsam, wie um es nicht zu kränken, schwamm er bis in die Mitte des Sees, bis dahin, wo es am tiefsten war. Dort wartete er: ließ sich sinken und verschwand tief unter der Oberfläche.

Aber das Wasser trieb ihn empor, und wieder lag der Himmel über ihm, tiefblau, und der Mond und die glitzernden Sterne.

Begriff es denn nicht, was er heute von ihm wollte?—

Das Wasser war sein Freund gewesen, sein bester Freund, von jeher.