Da stand sein Name, immer und immer wieder als der Erste, der
Erste…, der Erste!—und unter ihm standen die Namen seiner
Gegner—alle diese berühmten, gefürchteten Namen, die großen Kanonen
der Schwimmkunst, aus allen Gegenden Deutschlands und so vielen
Ländern Europas… Und immer wieder sein Name über allen als
Sieger!…
Er blätterte und blätterte—jedes neue Blatt ein neuer Sieg: ein
Lorbeerblattmehr in einem dichten Kranze!—
Fast keine Niederlagen, hier und da ein zweiter Preis, sonst immer nur erste, erste, erste…
Er fing von vorn an und zählte die beschriebenen Seiten: 82. Und er zählte die siegreichen: 73.
Bis zur letzten!—Bis—heute!—
Und auf diesem leeren Blatt, dem dreiundachtzigsten, sollte zum dritten Male nacheinander nicht nur der rote Strich, sondern sein Name überhaupt fehlen—oder es sollte leer bleiben, leer… Nein, das durfte nicht sein!—
Der Schrecken griff plötzlich wieder nach seinem Herzen, derselbe Schrecken, den er vorhin empfunden, als er seine Gegner vor sich sah und fühlte, wie seine Kraft versagte, sie noch zu erreichen; aber nicht die Furcht über die Gefahr einer Niederlage war es gewesen, sondern etwas anderes, ein Neues, ein Unbekanntes: das Erschrecken über etwas Unglaubliches, Unerhörtes—über die Unwillfährigkeit seiner Kraft!—
Was war das?—Was war das auf einmal, das so plötzlich gekommen?—
War er wirklich schon dort angelangt, wo es kein über sich selbst Hinausgehen mehr gab?—Dann konnte jeder ihn schlagen, der ihm nur gleich kam!—Dann war er schon am Ende.
Alle düsteren Prophezeiungen seiner Gegner fielen ihm ein: "Schneller Aufgang, schneller Abstieg…" Und ein Mahnwort Nagels: "Du hast früh angefangen, früh wirst du deshalb aufhören…"